Cremige Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln
Käsespätzle wie im Allgäu: selbstgemachte Spätzle, würziger Bergkäse und knusprige Röstzwiebeln. Das cremige Käse-Soulfood gelingt garantiert.
Wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, gibt es kaum etwas Besseres als eine dampfende Portion Käsespätzle. Selbstgemachte Spätzle, würziger Allgäuer Bergkäse, cremiger Emmentaler und obendrauf ein Berg goldbraun gerösteter Zwiebeln – dieses Käse-Soulfood macht einfach glücklich.
Das Beste daran: Mit ein bisschen Übung am Spätzlehobel gelingen dir echte Allgäuer Käsespätzle ganz ohne Fertigprodukte. Cremig, herzhaft und richtig käsig – so schmeckt Hausmannskost, wie sie sein soll.
Zutaten für 4 Portionen
Für die Spätzle
- 400 g Mehl (Type 405 oder Spätzlemehl)
- 4 Eier (Größe M)
- 150 ml Wasser (lauwarm)
- 1 TL Salz
- 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
Für die Käseschichten
- 200 g Allgäuer Bergkäse, gerieben
- 150 g Emmentaler, gerieben
- 50 g Butter
Für die Röstzwiebeln
- 3 große Zwiebeln, in feine Ringe geschnitten
- 40 g Butter
- 1 EL neutrales Öl
- 1 Prise Zucker
- Salz
Zubereitung
- 1
Für die Röstzwiebeln Butter und Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebelringe mit einer Prise Zucker und Salz bei mittlerer Hitze 15–20 Minuten langsam goldbraun rösten, dabei immer wieder umrühren. Beiseitestellen.
- 2
Für den Teig Mehl, Eier, Wasser, Salz und Muskat in einer Schüssel kräftig mit einem Kochlöffel schlagen, bis der Teig glatt ist und Blasen wirft. 10 Minuten ruhen lassen.
- 3
Reichlich Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Den Teig portionsweise durch einen Spätzlehobel oder eine Spätzlepresse ins kochende Wasser drücken.
- 4
Die Spätzle sind gar, sobald sie an die Oberfläche steigen (ca. 2 Minuten). Mit einer Schaumkelle herausheben, kurz abtropfen lassen. Nach und nach alle Spätzle kochen.
- 5
Beide Käsesorten mischen. In einer vorgewärmten Auflaufform oder Pfanne abwechselnd eine Schicht heiße Spätzle und eine Schicht Käse einfüllen, mit Käse abschließen. Zwischendurch etwas Butter in Flöckchen zugeben.
- 6
Die geschichteten Käsespätzle 3–4 Minuten ziehen lassen, bis der Käse schmilzt. Optional 5 Minuten bei 180 °C im Ofen überbacken.
- 7
Zum Servieren großzügig mit den goldbraunen Röstzwiebeln bestreuen und sofort auftischen.
Tipps vom Profi
- Verwende zwei Käsesorten: Bergkäse für den kräftigen Geschmack, Emmentaler für die perfekte Schmelze und Fäden.
- Schichte die Spätzle brühheiß mit dem Käse – nur dann schmilzt er gleichmäßig, ohne dass die Spätzle antrocknen.
- Röste die Zwiebeln langsam und geduldig; zu hohe Hitze macht sie bitter statt süß-goldbraun.
- Kein Spätzlehobel zur Hand? Streiche den Teig dünn auf ein feuchtes Holzbrett und schabe ihn mit einer Teigkarte ins Wasser.
Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen
Welcher Käse eignet sich am besten für Käsespätzle?
Am besten ist eine Mischung aus würzigem Allgäuer Bergkäse und mildem Emmentaler. Der Bergkäse bringt den kräftigen Geschmack, der Emmentaler sorgt für die cremige Schmelze und lange Käsefäden.
Kann ich fertige Spätzle für Käsespätzle verwenden?
Ja, frische Spätzle aus der Kühltheke funktionieren gut. Erhitze sie kurz in kochendem Wasser, damit sie brühheiß sind, bevor du sie mit dem Käse schichtest – nur dann schmilzt der Käse richtig.
Warum werden meine Käsespätzle nicht cremig?
Meist sind die Spätzle beim Schichten nicht heiß genug oder es wurde zu wenig Käse verwendet. Schichte die Spätzle brühheiß, nutze reichlich Käse und gib etwas Butter zwischen die Lagen.
Kann man Käsespätzle vorbereiten und aufwärmen?
Käsespätzle schmecken frisch am besten. Du kannst sie aber in einer Auflaufform vorbereiten und im Ofen bei 160 °C überbacken. Ein Schuss Sahne oder Milch hält sie beim Aufwärmen cremig.