Geschmorte Rinderschulter in Dunkelbiersoße mit Zwiebeln
Geschmorte Rinderschulter in würziger Dunkelbiersoße mit karamellisierten Zwiebeln – zart, saftig und einfach. So gelingt der Schmorbraten garantiert.
Wenn draußen die Tage kürzer werden, kommt bei uns die geschmorte Rinderschulter in Dunkelbiersoße auf den Tisch. Das Fleisch schmort stundenlang bei sanfter Hitze im Ofen, bis es butterzart zerfällt und die Soße von malzigem Schwarzbier und karamellisierten Zwiebeln eine tiefe, kräftige Würze bekommt.
Das Beste daran: Nach dem Anbraten macht der Ofen die Arbeit fast von allein. Ein Stück durchwachsene Rinderschulter, reichlich Zwiebeln, ein gutes Dunkelbier – mehr braucht es nicht für einen Sonntagsbraten, der nach viel mehr Aufwand schmeckt, als er tatsächlich ist.
Zutaten für 4 Portionen
Für das Fleisch
- 1,2 kg Rinderschulter (am Stück)
- Salz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 2 EL Pflanzenöl
- 2 EL Butter
Für die Soße
- 4 große Zwiebeln (ca. 600 g), in Streifen
- 3 Knoblauchzehen, gehackt
- 2 EL Tomatenmark
- 1 EL brauner Zucker
- 500 ml Dunkelbier (z. B. Schwarzbier)
- 400 ml kräftige Rinderbrühe
- 2 Lorbeerblätter
- 2 Zweige Thymian
- 1 TL getrockneter Majoran
- 1 EL mittelscharfer Senf
- 1 TL Speisestärke (nach Bedarf)
Zubereitung
- 1
Den Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Rinderschulter trockentupfen und rundherum kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
- 2
Öl in einem Bräter stark erhitzen und das Fleisch von allen Seiten je 2–3 Minuten scharf anbraten, bis eine dunkelbraune Kruste entsteht. Fleisch herausnehmen und beiseitelegen.
- 3
Butter in den Bräter geben, Zwiebelstreifen zufügen und bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten goldbraun schmoren. Knoblauch, Tomatenmark und Zucker unterrühren und 2 Minuten mitrösten.
- 4
Mit dem Dunkelbier ablöschen und den Bratensatz vom Boden lösen. Brühe, Lorbeer, Thymian, Majoran und Senf zugeben und aufkochen.
- 5
Das Fleisch samt ausgetretenem Saft zurück in den Bräter legen. Die Soße sollte das Fleisch etwa zur Hälfte bedecken. Zugedeckt in den Ofen geben.
- 6
Rund 3 Stunden schmoren, das Fleisch nach der Hälfte einmal wenden. Es ist fertig, wenn es sich mit der Gabel mühelos zerteilen lässt.
- 7
Fleisch herausnehmen und in Alufolie ruhen lassen. Lorbeer und Thymian entfernen, die Soße bei Bedarf mit angerührter Speisestärke binden und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- 8
Das Fleisch in dicke Scheiben schneiden oder grob zerteilen und in der Zwiebel-Biersoße servieren.
Tipps vom Profi
- Statt Schwarzbier passt auch ein malziges Bockbier – je dunkler das Bier, desto kräftiger die Soße.
- Am Vortag gekocht schmeckt der Braten noch besser: Über Nacht durchziehen lassen und am nächsten Tag langsam erwärmen.
- Wer es sämiger mag, püriert einen Teil der geschmorten Zwiebeln und rührt sie zurück in die Soße.
- Dazu passen Kartoffelpüree, Semmelknödel oder breite Bandnudeln zum Aufnehmen der Soße.
Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen
Welches Fleisch eignet sich zum Schmoren am besten?
Zum Schmoren eignen sich durchwachsene, bindegewebsreiche Stücke wie Rinderschulter, Wade, Bug oder Nacken. Sie werden durch langes, langsames Garen besonders zart und saftig, während magere Stücke schnell trocken werden.
Wie lange muss Rinderschulter schmoren?
Ein 1,2 kg schweres Stück Rinderschulter schmort bei 150 °C etwa 3 Stunden im Ofen. Es ist gar, wenn sich das Fleisch mühelos mit der Gabel zerteilen lässt.
Kann ich das Gericht ohne Alkohol zubereiten?
Ja. Ersetze das Dunkelbier durch alkoholfreies Schwarzbier oder durch zusätzliche Rinderbrühe mit einem Schuss Balsamico für die malzige Tiefe.
Warum wird meine geschmorte Rinderschulter zäh?
Meist wurde zu kurz oder zu heiß geschmort. Bindegewebe braucht niedrige Temperaturen um 150 °C und mehrere Stunden Zeit, um in Gelatine umzuwandeln – dann wird das Fleisch zart. Zu frühes Aufschneiden macht es ebenfalls trocken.
Kann ich das Gericht vorbereiten und aufwärmen?
Ja, geschmorte Rinderschulter lässt sich hervorragend vorbereiten. Am nächsten Tag schmeckt sie oft noch intensiver. Fleisch in der Soße abgedeckt bei niedriger Hitze langsam erwärmen, nicht kochen.