Klassisches Rindergulasch – zart geschmort & saftig
Klassisches Rindergulasch mit viel Zwiebeln, edelsüßem Paprika und zarter Rinderschulter. Saftig geschmort, einfach gelingsicher – das beste Rezept für kalte Tage.
Ein gutes Rindergulasch lebt von nur wenigen Zutaten – Rindfleisch, jede Menge Zwiebeln und edelsüßem Paprika – und von Zeit. Wer dem Schmortopf seine ruhigen drei Stunden lässt, wird mit butterzartem Fleisch und einer tiefdunklen, sämigen Soße belohnt, die ganz ohne Mehl auskommt.
Das Geheimnis steckt im Verhältnis: gleich viel Zwiebeln wie Fleisch. Die Zwiebeln zerfallen beim langen Schmoren vollständig und binden die Soße auf natürliche Weise. Dazu ein kräftig angebratenes Stück Rinderschulter, ein Hauch Kümmel und Majoran – fertig ist ein klassisches Rindergulasch, wie man es liebt. Dazu passen Salzkartoffeln, Spätzle oder frisches Bauernbrot.
Zutaten für 4 Portionen
- 1 kg Rinderschulter oder Rinderwade, in 3–4 cm Würfeln
- 1 kg Zwiebeln, fein gewürfelt
- 3 EL Butterschmalz oder Pflanzenöl
- 3 EL edelsüßes Paprikapulver
- 1 EL scharfes Paprikapulver (optional)
- 2 EL Tomatenmark
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 500 ml kräftige Rinderbrühe
- 150 ml trockener Rotwein (optional, sonst mehr Brühe)
- 1 EL Apfelessig oder Rotweinessig
- 2 Lorbeerblätter
- 1 TL gemahlener Kümmel
- 1 TL getrockneter Majoran
- 1 Streifen unbehandelte Zitronenschale
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung
- 1
Das Butterschmalz in einem großen Schmortopf stark erhitzen. Die Rindfleischwürfel portionsweise rundherum kräftig anbraten, bis sie eine dunkelbraune Kruste haben. Das Fleisch herausnehmen und beiseitestellen.
- 2
Die Hitze reduzieren und die Zwiebeln im selben Topf bei mittlerer Hitze 12–15 Minuten goldbraun und weich schmoren. Etwas Geduld lohnt sich – die Zwiebeln bilden die Basis der Soße.
- 3
Knoblauch und Tomatenmark zugeben, kurz mitrösten. Den Topf vom Herd ziehen und das Paprikapulver einrühren, damit es nicht bitter wird.
- 4
Sofort mit Rotwein und Brühe ablöschen, dabei den Bratensatz vom Topfboden loskratzen. Fleisch zurück in den Topf geben.
- 5
Essig, Lorbeer, Kümmel, Majoran und Zitronenschale zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und alles einmal aufkochen lassen.
- 6
Zugedeckt bei niedriger Hitze 2,5 bis 3 Stunden sanft schmoren, gelegentlich umrühren. Das Fleisch ist fertig, wenn es ganz zart ist und fast zerfällt.
- 7
Zum Schluss abschmecken. Ist die Soße zu dünn, den Deckel abnehmen und sie offen einkochen lassen. Vor dem Servieren Lorbeer und Zitronenschale entfernen.
Tipps vom Profi
- Verwende exakt so viel Zwiebeln wie Fleisch – sie zerfallen beim Schmoren und binden die Soße ganz ohne Mehl.
- Nimm Fleisch mit Bindegewebe wie Wade oder Schulter. Mageres Fleisch wird beim langen Schmoren trocken.
- Das Paprikapulver immer abseits der Hitze einrühren – sonst wird es bitter.
- Aufgewärmt schmeckt Gulasch am nächsten Tag noch besser, weil sich die Aromen verbinden.
Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen
Welches Fleisch eignet sich am besten für Rindergulasch?
Am besten eignet sich durchwachsenes Fleisch mit viel Bindegewebe wie Rinderschulter, Rinderwade oder Rindernacken. Beim langen Schmoren wird das Kollagen weich und macht das Fleisch zart und saftig, während mageres Fleisch trocken wird.
Wie wird die Gulaschsoße sämig ohne Mehl?
Die Soße wird durch eine große Menge Zwiebeln sämig: Man verwendet etwa gleich viel Zwiebeln wie Fleisch. Beim langen Schmoren zerfallen die Zwiebeln vollständig und binden die Soße auf natürliche Weise – Mehl oder Stärke sind nicht nötig.
Wie lange muss Rindergulasch schmoren?
Rindergulasch sollte bei niedriger Hitze 2,5 bis 3 Stunden zugedeckt schmoren. Das Fleisch ist fertig, wenn es sich ganz leicht mit der Gabel zerteilen lässt und fast von selbst zerfällt.
Warum wird mein Gulasch bitter?
Bitteres Gulasch entsteht meist, weil das Paprikapulver bei zu großer Hitze angeröstet wurde. Rühre das Paprikapulver immer abseits der Hitze ein und lösche sofort mit Flüssigkeit ab, dann bleibt der Geschmack mild und edelsüß.
Kann ich Rindergulasch einfrieren?
Ja, Rindergulasch lässt sich hervorragend einfrieren. Vollständig abgekühlt hält es luftdicht verpackt bis zu 3 Monate im Gefrierschrank. Aufgewärmt schmeckt es oft sogar intensiver, da sich die Aromen weiter verbinden.