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Beef

Rinderrouladen klassisch mit Speck, Gurke & Zwiebeln

Rinderrouladen klassisch selber machen: zartes Rindfleisch gefüllt mit Speck, Gurke, Zwiebel und Senf, langsam geschmort in dunkler Soße. So gelingen sie garantiert.

⏱️ 130 Min. gesamt 🍽️ 4 Portionen 📊 mittel 📅 15. Juli 2026
Aufgeschnittene klassische Rinderrouladen mit Speck-Gurken-Füllung in dunkler Soße, dazu Rotkohl und Kartoffelklöße

Rinderrouladen klassisch sind der Inbegriff von deutscher Sonntagsküche: zartes Rindfleisch, gefüllt mit würzigem Speck, Zwiebeln und Gewürzgurke, langsam geschmort in einer tiefdunklen Soße. Nach 90 Minuten im Topf zerfällt das Fleisch fast von selbst – und die Küche duftet, wie sie es bei Oma tat.

Das Beste: Rinderrouladen sind einfacher, als sie aussehen. Mit ein bisschen Geduld beim Schmoren gelingen sie garantiert. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du die Rouladen füllst, rollst, anbrätst und zu einer samtigen Soße bringst – perfekt mit Rotkohl und Klößen.

Zutaten für 4 Portionen

Für die Rouladen

  • 4 große Rinderrouladen (je ca. 180 g, aus der Oberschale)
  • 3 EL mittelscharfer Senf
  • 8 Scheiben durchwachsener Speck (Frühstücksspeck)
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, in feine Streifen geschnitten
  • 4 mittelgroße Gewürzgurken, längs in Streifen geschnitten
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zum Schmoren

  • 2 EL Butterschmalz oder neutrales Öl
  • 1 Zwiebel, grob gewürfelt
  • 1 Möhre, gewürfelt
  • 1 Stück Knollensellerie (ca. 80 g), gewürfelt
  • 1 EL Tomatenmark
  • 200 ml trockener Rotwein
  • 600 ml Rinderfond
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 Wacholderbeeren

Zum Binden

  • 1 EL kalte Butter
  • 1 TL Speisestärke (optional)
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung

  1. 1

    Die Rouladen zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie legen und mit einem Fleischklopfer oder einem schweren Topf vorsichtig dünn klopfen. Anschließend salzen, pfeffern und mit je etwa einem Teelöffel Senf bestreichen.

  2. 2

    Jede Roulade mit 2 Scheiben Speck belegen, Zwiebelstreifen und Gurkenstreifen am unteren Rand verteilen. Die Seiten leicht einschlagen und fest aufrollen. Mit Rouladennadeln, Küchengarn oder Rouladenklammern fixieren.

  3. 3

    Butterschmalz in einem Schmortopf oder Bräter stark erhitzen. Die Rouladen rundum kräftig anbraten, bis sie überall braun sind. Herausnehmen und beiseitestellen.

  4. 4

    Im selben Topf Zwiebelwürfel, Möhre und Sellerie im verbliebenen Fett anrösten. Tomatenmark zugeben und 1–2 Minuten mitrösten, bis es leicht dunkelt.

  5. 5

    Mit dem Rotwein ablöschen und den Bratensatz vom Topfboden lösen. Etwas einkochen lassen, dann den Rinderfond angießen. Lorbeerblatt und Wacholderbeeren zufügen.

  6. 6

    Die Rouladen zurück in den Topf legen. Sie sollten etwa zur Hälfte in Flüssigkeit stehen. Aufkochen, dann zugedeckt bei kleiner Hitze rund 90 Minuten sanft schmoren, gelegentlich wenden.

  7. 7

    Die fertigen Rouladen herausnehmen und warm stellen. Die Soße durch ein Sieb passieren, das Gemüse dabei gut ausdrücken. Soße wieder in den Topf geben und offen etwas einkochen lassen.

  8. 8

    Zum Binden die kalte Butter unterrühren; für eine dickere Soße die Stärke in etwas kaltem Wasser anrühren und einrühren, kurz aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  9. 9

    Vor dem Servieren Nadeln, Garn oder Klammern entfernen und die Rouladen in der Soße kurz erwärmen. Mit Rotkohl und Kartoffelklößen servieren.

Tipps vom Profi

  • Kaufe Rouladen möglichst gleichmäßig dick oder klopfe sie selbst flach – so garen sie gleichmäßig und werden überall zart.
  • Rouladen schmecken aufgewärmt noch besser. Bereite sie ruhig am Vortag zu und lass sie in der Soße durchziehen.
  • Für eine tiefere Farbe und mehr Aroma kannst du einen Schuss dunklen Balsamico oder einen Teelöffel Rübenkraut in die Soße geben.
  • Wenn das Fleisch noch nicht zart genug ist, gib einfach 20–30 Minuten Schmorzeit dazu – Geduld macht Rouladen butterweich.

Nährwerte pro Portion

540 kcalKalorien
48 gEiweiß
30 gFett
9 gKohlenhydrate

Häufige Fragen

Welches Fleisch eignet sich am besten für Rinderrouladen?

Am besten eignen sich dünn geschnittene Scheiben aus der Rinderoberschale. Das Fleisch ist mager, faserarm und wird durch das lange Schmoren besonders zart. Alternativ kann man Unterschale oder Hüfte verwenden.

Warum werden meine Rinderrouladen zäh?

Rouladen werden zäh, wenn sie zu kurz oder bei zu großer Hitze garen. Sie brauchen mindestens 90 Minuten sanftes Schmoren bei niedriger Temperatur, damit das Bindegewebe weich wird und das Fleisch zerfällt.

Kann man Rinderrouladen vorbereiten und aufwärmen?

Ja, Rinderrouladen lassen sich hervorragend vorbereiten. Am Vortag gekocht und über Nacht in der Soße durchgezogen, schmecken sie sogar noch intensiver. Zum Servieren einfach langsam in der Soße erwärmen.

Womit bindet man die Soße für Rinderrouladen?

Die Soße bindet man am einfachsten, indem man sie offen einkocht und mit kalter Butter oder etwas angerührter Speisestärke abrundet. Das passierte Schmorgemüse gibt zusätzlich Bindung und Geschmack.

Was passt als Beilage zu Rinderrouladen?

Klassisch passen Kartoffelklöße, Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree sowie Rotkohl oder Blaukraut. Auch Spätzle und Semmelknödel harmonieren gut mit der kräftigen dunklen Soße.