Saftiger Rinderschmorbraten in Rotweinsoße
Saftiger Rinderschmorbraten in kräftiger Rotweinsoße – Schritt für Schritt erklärt. Butterzart geschmort, perfekt für Sonntag und Festtage.
Ein saftiger Rinderschmorbraten in Rotweinsoße ist der Inbegriff von Sonntagsküche: außen kräftig angebraten, innen butterzart und umhüllt von einer dunklen, glänzenden Soße, die nach stundenlangem Schmoren schmeckt. Genau das macht dieses Rinderschmorbraten-Rezept so unwiderstehlich – und es gelingt zuverlässig, auch wenn du selten Braten machst.
Das Geheimnis steckt in der Ruhe: scharf anbraten, Wurzelgemüse rösten, mit gutem Rotwein ablöschen und dann einfach den Ofen die Arbeit machen lassen. Dazu Knödel oder Kartoffelpüree und Rotkohl – fertig ist ein Festtagsessen, das die ganze Familie zusammenbringt.
Zutaten für 4 Portionen
Für den Braten
- 1,2 kg Rinderbraten (Schulter oder Bug), am Stück
- 2 EL Pflanzenöl zum Anbraten
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 2 EL Tomatenmark
Für die Soße
- 2 Zwiebeln, grob gewürfelt
- 2 Karotten, in Stücken
- 1/4 Knollensellerie, gewürfelt
- 1 Stange Lauch, in Ringen
- 3 Knoblauchzehen, angedrückt
- 400 ml kräftiger Rotwein (z.B. Spätburgunder)
- 500 ml Rinderbrühe
- 2 Lorbeerblätter
- 4 Wacholderbeeren
- 2 Zweige Thymian
- 1 EL Speisestärke (bei Bedarf)
Zubereitung
- 1
Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Rinderbraten trockentupfen und rundum kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
- 2
Das Öl in einem großen Bräter stark erhitzen und den Braten von allen Seiten 8–10 Minuten scharf anbraten, bis er eine dunkelbraune Kruste hat. Anschließend herausnehmen und beiseitelegen.
- 3
Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Lauch und Knoblauch im verbliebenen Bratfett kräftig anrösten. Tomatenmark zugeben und 2 Minuten mitrösten, bis es leicht dunkel wird.
- 4
Mit dem Rotwein ablöschen und den Bratensatz vom Boden lösen. Etwa zur Hälfte einkochen lassen, dann mit der Rinderbrühe auffüllen.
- 5
Lorbeer, Wacholder und Thymian zugeben, den Braten zurück in den Bräter setzen. Zugedeckt im Ofen rund 2,5 Stunden schmoren, dabei den Braten nach der Hälfte einmal wenden.
- 6
Den fertigen Braten herausnehmen und in Alufolie gewickelt 10 Minuten ruhen lassen. Die Soße durch ein Sieb passieren und das Gemüse dabei gut ausdrücken.
- 7
Die Soße aufkochen, abschmecken und bei Bedarf mit 1 EL in kaltem Wasser angerührter Speisestärke binden. Den Braten quer zur Faser in Scheiben schneiden und mit der Soße servieren.
Tipps vom Profi
- Quer zur Faser schneiden – nur so wird jede Scheibe zart und zerfällt nicht.
- Den Braten am Vortag schmoren und über Nacht in der Soße ziehen lassen: Er wird noch aromatischer und lässt sich kalt sauberer schneiden.
- Ein Schuss dunkle Schokolade oder ein Löffel Preiselbeeren rundet die Rotweinsoße geschmacklich ab.
- Als Beilage passen Kartoffelknödel, Spätzle oder Kartoffelpüree und Rotkohl perfekt.
Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen
Welches Fleisch eignet sich am besten für Rinderschmorbraten?
Am besten eignen sich durchwachsene Stücke mit Bindegewebe wie Rinderschulter, Bug oder Schaufelbug. Sie werden durch das lange Schmoren butterzart, während magere Stücke leicht trocken werden.
Wie lange muss ein Rinderschmorbraten schmoren?
Ein etwa 1,2 kg schwerer Rinderschmorbraten braucht zugedeckt bei 160 °C rund 2,5 Stunden im Ofen. Er ist gar, wenn sich eine Gabel ohne Widerstand hineinstecken lässt.
Warum wird mein Schmorbraten zäh statt zart?
Zäh wird der Braten meist, wenn die Temperatur zu hoch oder die Schmorzeit zu kurz ist. Das Bindegewebe braucht niedrige Hitze und Zeit, um in zarte Gelatine zu zerfallen – Geduld macht ihn weich.
Kann ich den Schmorbraten ohne Rotwein zubereiten?
Ja, du kannst den Rotwein durch zusätzliche Rinderbrühe und einen Schuss dunklen Traubensaft oder etwas Balsamico ersetzen. Die Soße wird dann etwas milder, aber trotzdem aromatisch.
Wie binde ich die Rotweinsoße am besten?
Passiere die Soße durch ein Sieb, koche sie auf und binde sie mit 1 EL Speisestärke, die du zuvor in kaltem Wasser glatt gerührt hast. Alternativ lässt du sie einfach offen einkochen, bis sie sämig ist.